Die Insel Usedom ist eine der sonnenreichsten Regionen in Deutschland. Aber es ist nicht das Einzige, was das Leben hier auf der sonnigen Seite angenehm macht. Von Sigi Reichardt. Bearbeitung Mikael Andersson.
Mit nahezu 2000 Stunden Sonnenschein im Jahr ist die Insel Usedom eine der sonnenreichsten Regionen in Deutschland. Durch das einerseits maritime Klima der Ostsee und durch den andererseits kontinentalen Einfluss der Landmasse Polens entsteht diese besondere lokale Wettersituation. Während der Sommermonate herrschen meist angenehme Temperaturen von über 20 Grad Celsius, die 30 Grad Celsius Grenze wird so gut wie nie erreicht, da eine ständig kühlende Brise von der Ostsee für die entsprechende Abkühlung sorgt.


Usedom ganz im Nordosten von Deutschland vor dem Stettiner Haff gelegen, gehört zum größten Teil zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Ein kleiner Teil der Insel mit 72 qkm liegt auf polnischem Staatsgebiet. Nicht nur wegen der günstigen klimatischen Bedingungen sondern auch wegen der ausgeprägten landschaftlichen Schönheit zählt Usedom seit Generationen zu einem sehr beliebten Urlaubsziel. Die berühmten Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin sind geschichtsträchtige Zeugen für die glamouröse Vergangenheit der Insel. Die meisten der eleganten Bauten aus der Gründerzeit haben die Wirren des vergangenen Jahrhunderts überstanden und präsentieren sich heute in einem makellosen Zustand. Die eleganten Villen, romantische Hotels und viele andere gediegene Bauten verströmen einen mediterranen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Die Zeit ist aber nicht stehen geblieben auf Usedom, ganz im Gegenteil. Ein gut organisiertes Tourismusangebot, welches allen modernen Anforderungen gerecht wird, lockt jährlich eine Vielzahl von internationalen Gästen auf die Insel. Die 42 Kilometer lange Außenküste, auch Pommersche Riviera genannt, bietet den Besuchern nicht nur einen perfekten Sandstrand, sondern auch ein idyllisches Hinterland, das zur Entspannung und Erholung einlädt. Aktivurlauber kommen ebenso auf ihre Kosten, da neben allen Wassersportarten ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten lockt.
Schöne Gebäude in der Stadt (Bansin) und am Golfplatz (Balmer See)
Für die golfspielenden Gäste stehen derzeit zwei Golfareale zur Verfügung. Der Golfplatz „Balmer See“ bietet mit dem Gelben Kurs und dem Blauen Kurs zwei 18-Loch-Meisterschaftsplätze und einen öffentlichen 9-Loch-Platz, also insgesamt 45 Spielbahnen. Der Gelbe Kurs mit verschiedenen Doglegs, kleinen Wasserhindernissen und abwechslungsreichen Spielbahnen ist kürzer als der Blaue Kurs, auf dem vermehrt Wasserhindernisse ins Spiel kommen. Beide Plätze erfordern ein präzises und taktisch kluges Spiel, da viele der Grüns durch gut platzierte Bunker verteidigt werden. Zudem stellt der schwer einzuschätzende Wind eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Championship-Courses machen ihrem Namen alle Ehre, sind sie doch für Spieler aller Handicapklassen ein Erlebnis. Für den Einsteiger ohne Platzreifenachweis bietet die 9-Loch-Anlage mit seinen Par 3 und Par 4 Löchern eine interessante Möglichkeit, schon früh das Spiel auf einem regulären Golfplatz zu üben.
Im Jahre 2009 wurde ein19-Loch-Golfplatz in Korswandt im Hinterland der Kaiserbäder eröffnet. Auf der Anlage „Baltic Hills“ befindet sich auf dem Weg zum ersten Abschlag
das Mulliganloch 0, welches Bestandteil der Übungsanlage ist und auf dem Weg zum ersten Abschlag gespielt werden kann. Der Platz selbst ist anspruchsvoll, aber durchaus fair, sodass er sowohl für Spieler mit niedrigem Handicap als auch für Freizeitgolfer eine Herausforderung ist.
Das positive an der Usedomer Golfstruktur ist, dass diese nicht cluborientiert ist, sondern das touristische Golfen in den Mittelpunkt stellt. Je nach Wahl des Platzes kann der ambitionierte Golfer die sportliche Herausforderung suchen oder der Urlaubsgolfer eine gemütliche Runde spielen.
Betrachtet man die derzeitigen Entwicklungen, muss man feststellen, dass Usedom dabei ist, sich zu einem Eldorado für Golfer zu entwickeln.
In den nächsten Jahren sind auf Usedom weitere Investitionen in neue Golfplätze geplant. So laufen im Inselnorden derzeit die Planungen für eine 27-Loch-Anlage mit einem Golfhotel auf der Halbinsel Gnitz im Usedomer Hinterland.
Eine Investitionsgesellschaft will in den nächsten vier Jahren auf einer Fläche von rund 100 Hektar östlich vom Nordhafen einen Golfplatz errichten. Geplant sind eine 18-Loch-Anlage mit einem 9-Loch-Kurzplatz, Driving Range, Clubhaus und Miniaturrasengolf. Der Charakter des Geländes soll dabei weitgehend beibehalten werden, denn Peenemünde hat landschaftlich ideale Voraussetzungen für einen Links-Course.
Auch wenn bis zur Fertigstellung der momentanen Planungen noch etwas Zeit vergeht, so ist die Insel Usedom bereits jetzt ein lohnenswertes Urlaubsziel in Sachen Golf.