Golf in Berlin
Berlin ist eine Reise wert - wie ein altes deutsches Sprichwort sagt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1991 wurde Berlin wieder Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und mit mehr als 3,3 Millionen Einwohnern kann die Stadt jedem alles bieten, rund um die Uhr. Zum Beispiel gibt es 7000 Bars und Restaurants, und nicht zu vergessen eines der größten und gut sortiertesten Kaufhäuser, das KaDeWe. Unter den trendigen Boutiquen findet man das Filetstück in der Alten Schönhauser Straße 30. Dort gibt es eine Mischung aus aktueller Bekleidung, Designer-Kleidung, Second Hand, Perücken in Regenbogenfarben und Einrichtungsgegenstände aus den Jahren 1960 bis 1970. Man findet Club-Bekleidung, die es nur einmal gibt und für die garantiert wird, dass es Unikate sind. Weitere bekannte Einkaufsstraßen sind die Wilmersdorfer Straße, der Ku'damm und die Tauentzienstraße. Hier finden Sie normale Kleidung von bekannten Marken, aber auch Designer-Kleidung. Treykorn am Savignyplatz in der Nähe der Bleibtreustrasse verkauft einzigartigen Schmuck.
21 Golfplätze zur Auswahl
Wenn Sie das Einkaufen oder Essen und Trinken leid sind, können Sie den Staub von Ihren Golfschlägern entfernen und stattdessen ein paar RundenGolf spielen. Es gibt 21 Golfplätze in und um die ehemalige Reichshauptstadt. Vier davon befinden sich auf der Top-100-Liste der besten Golfplätze Europas. Solange noch die Mauer in der Stadt existierte, gab es nur drei Golfclubs. Die britische Armee hatte ihren eigenen 9-Loch-Platz in Gatow, der 2001 auf 18 Löcher erweitert wurde. Deutschland ältester Golfplatz, der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee mit 27 Löchern, wurde nach Ende des 2. Weltkrieges aufgeteilt, so dass 18 Löcher von der amerikanischen Armee besetzt waren, während die restlichen neun Löcher zu West-Berlin mit 2,4 Millionen Einwohnern gehörte. Nach Abzug der amerikanischen Truppen 1994 wurde das Areal an den Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee zurückgegeben. Die nun wieder 27 Löcher wurden überarbeitet und renoviert, und obwohl der Platz an der Berliner Stadtgrenze liegt, ist er ungewöhnlich hügelig. Umgeben von dichten Wäldern und mit engen Fairways sind die Spieler gefordert, exakt abzuschlagen. Auch die Grüns sind sehr schnell und schwierig zu lesen. Es ist der Society-Club Nummer eins in Deutschland, der als Mitglieder den ehemaligen deutschen Bundespräsident und viele der landesweit größten Sport- und Musik-Stars aufweisen kann. Im Clubrestaurant regiert der Küchenchef Florian mit dem Besten aus der modernen deutschen Küche.
Mit neu gewonnene Freiheit nach der Diktatur, welche alles verbot, was mit kapitalistischen Glanz überzogen schien, wurden in rasanter Geschwindigkeit neue Golfplätze gebaut. Seit 1989, als die Mauer fiel, wurden 13 neue Anlagen eröffnet, viele davon mit mehr als 18 Löchern.
Zu den bekannteren Golfplätzen in der Top-100-Liste gehört die 27-Loch-Anlage des Berliner Golf & Country Clubs Motzener See, der an 37.Stelle liegt. Der Platz befindet sich eine halbe Autostunde südöstlich von Berlin und war schon viermal Gastgeber der European Tour. Es war auch dort, wo Bernhard Langer 1997 mit 60 Schlägen vom Platz ging, ein Ergebnis, das noch als das beste Ergebnis der Tour auf einem Par 72-Platz steht. Die Anlage wurde Jahr für Jahr von den Profis, die die German Masters spielten, wegen deren schnellen Fairways und Grüns gelobt. Zahlreiche Spielbahnen sind von Wasserläufen durchzogen, die von Ihnen präzises Nachdenken erfordern, bevor Sie Ihren Schläger auswählen.
Gut durchdachte Golf-Löcher
Haben Sie jemals einen Golfplatz gespielt, auf dem Sie das Gefühl haben, dass jedes Loch sehr gut durchdacht zu sein scheint? Einer dieser seltenen Plätze ist der Golf- und Country Club Seddiner See, eine 36-Loch-Anlage südlich von Berlin. Robert Trent Jones Jr. hatte hier unbegrenzt Land und Geld zur Verfügung, um einen Platz zu bauen, und als er rund um den Seddiner See ging, erkannt er, welches Potenzial das Areal hatte, um etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Das Ergebnis war ein 18-Loch-Platz, der von vielen als der Beste Deutschlands nach dem berühmten Platz St. Leon-Rot im Südwesten von Deutschland bezeichnet wird. In diesem Zusammenhang ist ein zusätzliches Plus die schnelle Anreise aus Berlin an den Seddiner See. Es ist eine gerade Strecke auf der schnellen Autobahn.
Für diejenigen, die das echte schottische Gefühl suchen, empfehlen wir den Golfplatz Prenden, eine halbe Autostunde nordöstlich von Berlin. Man hat das Gefühl, dass die Fairways mit der Landschaft auf natürliche Weise verschmelzen. Viele Grüns sind terrassiert, das Rough ist natürlich und eine große Anzahl von Pot-Bunkern verstärkt den Eindruck eines schottischen Heidegolfplatzes.
Südöstlich von Berlin findet man eines der besten Golfresorts in Deutschland, den Sporting Club Berlin im Sport & Spa Resort A-Rosa Scharmützelsee. Hier gibt es eine 63-Loch-Anlage, 3 x 18 plus einen 9-Loch-Übungsplatz, gepaart mit einem der renommiertesten Wellnesshotels, so hat man jede Möglichkeit, um den Körper und die Seele in Scharmützelsee zu pflegen. Der erste 18-Loch-Platz wurde von Nick Faldo entworfen und ist Deutschlands schwierigster und anspruchsvollster Inland-Links-Golfplatz mit britischen Untertönen. Darüber hinaus rangiert er an Nummer 16 in Europa. Tiefe Pot-Bunker, in die man mit Hilfe einer Leiter hinabsteigen muß, und dann gilt es nur, den Ball zu schlagen... Die zweiten 18 Löcher entwarf Arnold Palmer mit den in der Region vielleicht besten zweiten neun Löchern, und der dritte Platz wurde von Stan Eby konzipiert, der auch Plätze wie Dubai Creek und den irischen Portmarnock Links entworfen hat. Ebys Platz hat breite Fairways und große wellige Grüns.
Wer nicht Golf spielen will, für den gibt es andere Möglichkeiten, z.B. ein Segelboot mieten, reiten oder das berühmte Spa des A-Rosa Hotels nutzen. Was bedarf es mehr für ein perfektes Urlaubserlebnis?
Abschließend noch ein Tipp - die beschriebenen Plätze erfordern grundlegende Golfkenntnisse. Sie möchten ein wenig mehr verzeihende Golfplätze spielen - keine Sorge, es gibt viele Möglichkeiten rund um Berlin. Berlin ist immer eine Reise wert.
Text Anders Örnevall